Was du bereithaben solltest, bevor du jemanden nach einem Angebot für deine Website fragst
Zwanzig Minuten Vorbereitung bringen dir ein besseres Angebot, einen schnelleren Bau und eine Website, die tut, was du brauchst. Die Liste, die wir uns von jedem Kunden zum ersten Gespräch wünschen, mit einem Knopf zum Kopieren.
Adí Aviram und Fabio Frisone
Zusammenarbeit · · 5 Min. Lesezeit

Am selben Morgen kommen zwei Anfragen. Die eine sagt: „Ich brauche eine Website, was kostet das?“ Die andere sagt: „Ich habe eine Physiotherapie-Praxis, ich bekomme zehn Anrufe am Tag mit Fragen nach den Preisen, ich will, dass die Leute online buchen, hier ist meine jetzige Website und drei, die mir gefallen.“ Die zweite Person bekommt ein genaueres Angebot, einen schnelleren Bau und eine Website, die ihren Job macht. Der Unterschied sind zwanzig Minuten am Küchentisch.
Nichts von dem, was jetzt kommt, braucht technisches Wissen. Alles davon verändert, was du am Ende bekommst.
Wofür die Website da ist
Nicht „um eine Website zu haben“. Eine Aufgabe, in einem Satz. Mehr Anrufe von Leuten, die bei Google suchen. Weniger Anrufe mit immer denselben Fragen. Online-Buchungen. Dreißig verkaufte Produkte. Glaubwürdig genug wirken für einen Auftrag über 2.000 €. Such dir die wichtigste aus, denn sie bestimmt den Aufbau der ganzen Website, und sag uns auch die zweite. Wenn du nicht sicher bist, ob die Website überhaupt eine Aufgabe hat, klären die drei Fragen in diesem Artikel das in einer Minute.
Wer sie besuchen wird
Beschreib deinen typischen Kunden so, wie du ihn einer Freundin beschreiben würdest. Ungefähres Alter. Aus der Gegend oder aus dem Ausland. Am Handy in der Mittagspause oder am Schreibtisch mit Zeit zum Vergleichen. In welcher Sprache er lieber liest. „Leute um die dreißig aus dem Kiez, die mich auf Instagram gefunden haben“ und „Paare im Ruhestand aus den Niederlanden, die ihren Sommerurlaub planen“ brauchen ganz verschiedene Websites.
Was du schon hast
Einen Domainnamen und wo er registriert ist. Die aktuelle Website, falls es eine gibt, und was dich daran stört. Ein Logo und Markenfarben, auch wenn sie nur grob sind. Zugang zu deinem Google Unternehmensprofil, als Verwalter; dein Passwort braucht niemand. Fotos, mit einer ehrlichen Meinung zu ihrer Qualität. Texte, die du schon geschrieben hast, auch wenn es ein Word-Dokument von 2019 ist. Mit deinem Material anzufangen schlägt immer ein leeres Blatt.
Drei Websites, die dir gefallen, und warum
Sie müssen nicht aus deiner Branche sein. Sag, was dir an jeder gefällt: die Farben, die Ruhe, die großen Fotos, der Buchungsknopf, der immer zu sehen ist. Das spart mehr Zeit als alles andere auf dieser Liste, weil es uns sagt, was „schön“ für dich heißt, bevor irgendetwas gebaut wird. Es schützt dich außerdem vor dem Standard-Look, den jedes Tool ausspuckt, wenn niemand etwas anderes sagt.
Deine Seiten, ungefähr
Schreib die Seiten auf, die du zu brauchen glaubst, mit je einem Satz. Bei den meisten Unternehmen sind es fünf oder sechs: Startseite, Leistungen oder Produkte, Über uns, Preise oder Ablauf, Kontakt, vielleicht eine Galerie. Wenn du nicht weißt, ob etwas eine eigene Seite oder nur ein Abschnitt ist, sag es. Zu lange Listen sind ein gutes Zeichen. Kürzen ist der leichte Teil.

Wer die Texte schreibt, wer die Fotos macht
Diese Frage verzögert mehr Websites als jedes technische Problem. Der Bau ist fertig, und dann wartet die Website monatelang auf die Texte. Entscheide es jetzt: Schreibst du selbst, oder sollen die Texte aus einem Gespräch mit dir entstehen? Beides geht, solange es entschieden ist. Sind die Fotos gut genug, oder braucht es einen Nachmittag mit einer Kamera? Eine Website mit tollem Design und Platzhaltertext geht online, wann sie will, nicht wann du willst.
Budget und Termin
Sag uns, an welchen Rahmen du denkst und ob es ein Datum gibt, an dem sie online sein muss. Beides ist nicht peinlich. Eine klare Zahl erlaubt uns, offen zu sagen, was hineinpasst und was nicht, statt in beide Richtungen zu raten. Ein Datum erlaubt uns, Ja oder Nein zu sagen, bevor jemand Zeit investiert hat. Wenn du wissen willst, was ein billiges Angebot von einem ordentlichen unterscheidet, lies zuerst diesen Artikel.
Vor dem ersten Gespräch ○ Die eine Aufgabe der Website, in einem Satz: ○ Wer sie besucht, in einem Satz: ○ Domainname und wo er registriert ist: ○ Jetzige Website, falls vorhanden, und was mich daran stört: ○ Logo, Farben, Fotos, alte Texte, Zugang zum Google-Profil: ○ Drei Websites, die mir gefallen, und warum: ○ Meine Seiten, ungefähr: ○ Wer die Texte schreibt, wer die Fotos macht: ○ Budgetrahmen und ein Termin, falls es einen gibt:
Wie es weitergeht
Du erzählst uns, was du machst, in einem kurzen Gespräch oder ein paar Nachrichten. Du bekommst kostenlos ein festes Angebot, einen Preis und einen Termin in klaren Worten. Wir bauen, und du siehst zu, wie die Website entsteht, zwei Korrekturrunden inklusive. Dann geht sie online, wir sorgen dafür, dass Google sie findet, und bleiben für alles da, was danach kommt. Je besser die Liste oben, desto kürzer der erste Schritt und desto genauer der zweite.
Keine externen Quellen in diesem Artikel. So arbeiten wir, aufgeschrieben.

Adí Aviram
Design, Illustration und SEO bei Frisun. Adí ist Creative Developer, Designerin und Illustratorin. Sie baut Websites, die eine Geschichte erzählen: Scrollytelling, Datenvisualisierung, interaktive Karten und Illustration. Sie hat an Projekten mit dem +972 Magazine, der Universität Göttingen und dem Goethe-Institut gearbeitet. Adí bringt die Farbe, die Bewegung und den Charakter in jede Website, die du von Frisun bekommst. Über das Studio

Fabio Frisone
Websites, Onlineshops und Web-Apps bei Frisun. Fabio baut deine Website, deinen Shop oder deine Web-App und sorgt dafür, dass sie für dein Geschäft funktioniert. Er bringt Erfahrung in Finanzen, Datenanalyse und E-Commerce mit und schaut deshalb auf deine Website wie du: wie viele Leute sie finden und wie viele davon zu Kunden werden. Er baut von Grund auf mit modernen Tools und arbeitet genauso gern mit Squarespace, Wix oder Shopify, wenn du lieber auf einer Plattform bleibst, die du kennst. Über das Studio


